Vorsorgeverfügungen

Hier finden Sie einen Webguide mit ausgesuchten und hilfreichen Links zu Artikeln rund um Ihr Thema.

  Verbindlichkeit von Patientenverfügungen gestärkt
Ein Kommentar zum Beschluss des Bundesgerichtshofes vom März 2003 von Dr. Gian Domenico Borasio, Wolfgang Putz und Wolfgang Eisenmeyer. Ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt August 2003.

  Kinder oder Ehepartner werden nicht automatisch Betreuer
"Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Vormundschaftsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer." Ehegatte oder Kinder des Betroffenen sind dabei nicht automatisch Betreuer oder entscheidungsbefugt – dies wird von vielen Bürgern verkannt. Der Betreuer wird vielmehr erst vom Vormundschaftsgericht bestellt. Der Richter überzeugt sich dabei –unter Hinzuziehung eines medizinischen Sachverständigen- zunächst von der Notwendigkeit einer Betreuungsanordnung und setzt dann eine bestimmte Person als Betreuer ein. Im Regelfall wird also –falls vorhanden- einer der engsten Familienangehörigen zum Betreuer eingesetzt – aber eben nicht immer! Mit einer Vorsorgevollmacht anstelle einer Betreuungsverfügung wird die Bestellung eines Betreuers entbehrlich und gibt Voraussetzung für ein rasches und unkompliziertes Handeln durch Angehörige. Der Notar Thomas Woinar informiert.

  Patientenverfügung
Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin? Eine Informationsbroschüre des Bundesministerium der Justiz. Als Hilfestellung für eine individuelle Patientenverfügung sind zusätzlich zur Informationsbroschüre auch Textbausteine als Word-Dokument verfügbar.

  Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung [kostenpflichtig]
Jeder Mensch kann plötzlich in eine Situation geraten, in der er nicht mehr selbständig Wünsche äußern oder Entscheidungen treffen kann. Mit einer Patientenverfügung, einer Vorsorgevollmacht und einer Betreuungsverfügung legen Sie Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen fest. Sie sind sofort auf der sicheren Seite, wenn Sie diese schriftlich verfassen. Mithilfe dieses Ratgebers der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, mit seinen Textbausteinen und Musterformularen, ist das kein Problem. Außerdem erhalten Sie beim Kauf des Ratgebers kostenlosen Zugang zu Textbausteinen als Download, die Sie direkt für Ihre individuelle Verfügung einsetzen können.

  Die Betreuungsverfügung
In der Betreuungsverfügung können Sie eine Person des eigenen Vertrauens benennen für den Fall, dass das Vormundschaftsgericht wegen Entscheidungs- und Handlungsunfähigkeit einen gesetzlichen Betreuer einsetzen muss. Das Gericht wird damit aufgefordert, eine bestimmte Person zum Betreuer zu bestimmen. Diese hat weniger Rechte als jemand mit einer Vorsorgevollmacht. Die Kontrolle über die Ausübung der Betreuung behält das Gericht. Die Verfügung ist an keine besondere Form gebunden, der VdK stellt zur Vereinfachung ein Formular zur Verfügung.

  Die Vorsorgevollmacht
Die Möglichkeit der Vorsorge mittels Vorsorgevollmacht vermeidet die Durchführung eines gerichtlichen Betreuungsverfahrens und die Einrichtung einer Betreuung und damit auch die staatliche Kontrolle. Voraussetzung dafür ist, dass die betroffene Person rechtswirksam eine oder mehrere Personen zur Regelung aller oder bestimmter eigener Angelegenheiten bevollmächtigt hat. Ist dies erfolgt, entscheidet der Bevollmächtigte anstelle der nicht mehr handlungs- und/oder äußerungsfähigen Person. Ausführliche Informationen gibt Rechtsanwalt Christian Borsbach.